Die Umstellung auf die elektronischen Ohrmarken ruft bei vielen Rinderhalterinnen und Haltern Fragen und Unsicherheiten hervor. Diese Änderung in der Rinderkennzeichnung ist auf die Änderung der Verordnung der Europäischen Gemeinschaft 1760/2000 zurückzuführen, wo ein Angebot eines elektronischen Tiererkennungssystems bis 18. Juli 2019 sicher zu stellen war. Österreich hat sich für eine verpflichtende Umstellung auf elektronische Ohrmarken entschieden, um Synergieeffekte und Effizienzsteigerungen in der Administration und Abwicklung entlang der Wertschöpfungskette bestmöglich ausschöpfen zu können. Die ZAR brachte sich mit einer kritischen Stellungnahme ein, da die elektronische Ohrmarke einen Euro mehr kostet. Auch wenn es noch keinen unmittelbaren Anwendungsbereich im landwirtschaftlichen Betrieb gibt, ist mittelfristig ein Nutzen zu erwarten.

Die Digitalisierung ist aber auch als große Chance für die heimische Rinderwirtschaft zu sehen. Durch die zahlreichen Anwendungen, Apps und Applikationen, die jedem Züchter unabhängig seiner Größe zur Verfügung stehen, erhalten wir als Bäuerinnen und Bauern wertvolle Informationen für die tägliche Arbeit mit unseren Tieren. Bei der elektronischen Ohrmarke ist ein Transponder eingebaut, der im Nur-Lese-Passiv Modus funktioniert. Auf diesem Transponder ist die Lebensnummer des Rindes gespeichert, die von einem speziellen Lesegerät erkannt wird. Diese Funktion kann in Zusammenarbeit mit den Firmen der Melk- und Fütterungstechnik genutzt werden. Auch bei Sammelstellen, Versteigerungen und auf Schlachthöfen können durch die elektronische Ohrmarke Synergieeffekte erzielt werden. Bei all diesen Vernetzungen steht der Datenschutz immer an oberster Stelle! Ich möchte hierzu betonen, dass weder Gesundheitsdaten noch wirtschaftlich relevante Daten auf der elektronischen Ohrmarke gespeichert, ausgelesen oder versendet werden. Wir sehen auch in Zukunft eine große Chance in der Digitalisierung, denn nur so können wir auf unseren bäuerlichen Rinderbetrieben die Rinderzucht in bäuerlicher Hand absichern.

Alles Gute und viel Züchterglück, euer Stefan Lindner (Obmann ZAR)

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